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Soziales Engagement im Haus Hermes 

Sozialprojekt in der Notschlafstelle Haus "Hermes"

Bereits zum wiederholten Mal kooperierte das Wiener Rote Kreuz mit der PDM Tourism Group. 80 amerikanische SchülerInnen im Alter zwischen 16 und 17 Jahren kamen im Sommer 2014 nach Wien. Auf dieser Reise standen nicht nur die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt am Programm, sondern die jungen Reisenden wollten sich gleichzeitig für sozial benachteiligte Menschen ehrenamtlich engagieren.
Die Jugendlichen wurden in das Haus „Hermes“, eine Notschlafstelle für wohnungslose Männer und Frauen eingeladen, wo die engagierten SchülerInnen jeweils einen halben Tag in der Notschlafstelle verbrachten.

Zwischen Glanz und Elend
Der Kontrast könnte nicht stärker sein: Zuerst der Eindruck von den glanzvollen Bauten der Wiener Innenstadt und dann das Leid der wohnungslosen Menschen, von dem die Jugendgruppe erfährt, während sie durch die Notschlafstelle geführt wird. Die SchülerInnen zeigten lebhaftes Interesse am Schicksal der Menschen, die im „Hermes“ einen Schlafplatz finden. Die Fragen der jungen Menschen klangen viel reifer, als es ihr Alter erwarten ließe: Warum werden Menschen wohnungslos? Wie geht es diesen Menschen? Mit welchen Problemen haben sie zu kämpfen? Welche Lösungen werden gemeinsam mit ihnen gefunden?

Großer Einsatz
Aber die Jugendlichen sind nicht nur gekommen, um Fragen zu stellen. Sie wollen auch einen Beitrag leisten. Deshalb ist nach der Führung durch das Haus Schluss mit dem Reden. Es wird angepackt. In kleinen Gruppen putzen sie hunderte Fenster, sammeln Müll im Hof des Hauses, jäten Unkraut und helfen wo sie können. Das, wofür in der Regel viele Arbeitsstunden aufgewendet werden müssen, erledigten die vielen helfenden Hände in atemberaubendem Tempo. Nach vier Stunden Hausführung und freiwilligen Arbeitseinsatz fahren sie weiter; sie machen eine Schnitzeljagd durch die Wiener Innenstadt. Bei vielen der jungen Leute wird sich vermutlich der Blick auf soziale Probleme geschärft haben. Im „Hermes“ haben sie frisch polierte Fenster und einen sauberen Hof hinterlassen – das ist ein kleiner Beitrag, der von großem sozialem Engagement zeugt.